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Blasenschwäche – was bedeutet das?

Wird Blasenschwäche nicht rechtzeitig oder richtig behandelt, besteht die Gefahr von Begleiterkrankungen oder Hautschäden. Manche Betroffene meiden soziale Kontakte aus Angst, dass ihre Blasenschwäche von anderen bemerkt wird. Einfache Tipps helfen, das Wohlbefinden zu verbessern.

Begleiterkrankungen

Eine Inkontinenz kann wiederkehrende Harnwegsinfekte auslösen, besonders wenn Restharnmengen in der Blase vorhanden sind. Durch die fehlerhafte, unzureichende Entleerung vermehren sich Bakterien sowie andere Krankheitserreger in der Blase und können über die Harnleiter weiter in die Nieren wandern. Gelegentlich kann ein schwerer Nierenschaden folgen.

Geschädigte Schutzfunktionen der Haut

Eine Harn- und Stuhlinkontinenz belastet die Haut. Denn Feuchtigkeit und aggressive Zersetzungsprodukte von Urin und Stuhl reizen die Haut und weichen sie auf. Der pH-Wert gesunder Haut liegt im sauren Bereich (pH 5,5-6,5); er trägt dadurch zum Hautschutz bei. Durch den ständigen Kontakt mit Urin oder Stuhl wird dieser Säureschutzmantel der Haut angegriffen und Bakterien können über die Haut eindringen. Häufiges Waschen belastet die Haut zusätzlich und kann ebenso zur Zerstörung des Säureschutzmantels führen. Die verwendeten Reinigungs- und Pflegeprodukte sollten daher auf die Bedürfnisse der Haut bei Inkontinenz abgestimmt sein, sie ausreichend schützen und die Regeneration der Haut stärken.

Einschränkung sozialer Kontakte

Eine Harn- beziehungsweise Stuhlinkontinenz kann für die Betroffenen sehr belastend sein und dazu führen, dass sie ihre sozialen Kontakte einschränken. Auch die Angst als Mensch, der Urin verliert, erkannt zu werden sowie das Schamgefühl können Vereinsamung und Isolierung nach sich ziehen.

Wohlbefinden durch fünf einfache Tipps verbessern

Eine gesunde Lebensweise gibt Energie und trägt auch zu einer gesunden Blasenfunktion bei.

Ausreichend trinken: Erwachsene sollten zwischen 1,5 und 3 Liter am Tag trinken. Besonders empfehlenswert sind Mineralwasser mit wenig Kohlensäure sowie Früchte- und Kräutertees. Auf harntreibende oder blasenreizende Getränke wie Schwarztee, Kaffee oder Alkoholisches sollte man verzichten.

Gesund essen: Eine ausgewogene Ernährung mit ballaststoffreichen, frischen Zutaten unterstützt die natürliche Blasen- und Darmfunktion. Blähende Nahrungsmittel sollten gemieden werden, denn ein erhöhter Druck im Bauchraum wirkt sich auch auf die Blase aus.

Viel bewegen: Geeignet sind alle Sportarten, die keinen Druck auf Bauch und Beckenboden ausüben, zum Beispiel Spazierengehen, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen und Radfahren.

Regelmäßig entspannen: Kleine Auszeiten wirken Wunder. Ob Hobbys, ein Treffen mit Freunden oder ein Kinobesuch – das macht Freude und schafft Ausgeglichenheit. Für Erholung sorgen auch Yoga, autogenes Training oder andere Entspannungstechniken.

Beckenboden trainieren: Mit regelmäßigen Übungen für die Beckenbodenmuskulatur lässt sich eine Blasenschwäche lindern.