Etwa ein Drittel aller Frauen nach der Menopause erleiden Brüche im Bereich der Wirbelsäule oder Schenkelhalsbrüche. Hauptursache ist Osteoporose – ein vermehrter Knochenabbau mit Zerstörung der Mikroarchitektur der Knochen. Forscher der Universität Erlangen und des Klinikums Hannover Nordstadt führten eine Studie über den Einfluss von Bewegung auf die Entwicklung der Knochendichte an 88 Frauen im Durchschnittsalter von 55 Jahren durch. Keine Teilnehmerin hatte zu Beginn der Studie irgendwelche Knochenerkrankungen. 50 Frauen trainierten pro Woche zweimal etwa 60 Minuten unter Anleitung und turnten zweimal pro Woche eine halbe Stunde lang zu Hause. 33 Frauen bildeten die Kontrollgruppe ohne Training. Alle erhielten zur Vorbeugung gegen Knochenabbau Kalzium und Vitamin D. Eine Knochendichtemessung nach 26 Monaten bei allen Frauen ergab: Die Trainingsgruppe hatte ihre Knochendichte bewahren können, bei den Frauen ohne Bewegungsprogramm hatte sie im Laufe der Studie abgenommen. Die Fitnessgruppe hatte außerdem deutlich niedrigere Cholesterin- und Triglyzeridwerte (Blutfettwerte), und auch die Rückenschmerzen waren zurückgegangen. Die Studie konnte also nachweisen, dass mit geeigneten Übungsprogrammen, die pro Woche nur etwa drei Stunden erfordern, Knochenabbau, Rückenschmerzen und erhöhte Blutfettwerte vermieden werden können.