Wissenschaftler der Dermatologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen arbeiten zur Zeit an einem neuen, vielversprechenden Therapie-Ansatz gegen Hautkrebs: Mit Hilfe einer Virusinfektion sollen die Krebszellen zerstört werden. Die Erkältungsviren dringen in die Krebszellen ein, vermehren sich darin und bringen sie zum Platzen. Tausende neuer Erreger schwärmen aus und befallen weitere Zellen. Damit die Vieren gezielt an die Krebszellen andocken und sich nur darin vermehren, müssen sie genetisch verändert werden. Im Tierversuche und erste klinische Studien in den USA verliefen erfolgreich. Die Therapie kann mit konventionellen Methoden wie Operation, Chemo- und Strahlen- oder auch einer Immuntherapie kombiniert werden. Die Wissenschaftler halten es für möglich, dass die Virus-Therapie auch bei anderen Krebsarten angewendet werden könnte.
Hautkrebserkrankungen haben sich in den letzten Jahrzehnten fast versechsfacht. Etwa 11.4000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einem malignen Melanom, 3000 sterben daran. Wenn sich bereits Metastasen gebildet haben, ist der Tumor kaum heilbar. Eine Heilungschance besteht nur, wenn der Hautkrebs früh erkannt wird.