Der Sehsinn stellt unser visuelles System dar. Fotorezeptoren nehmen die Lichtimpulse auf, die – umgewandelt zu bioelektrischen Signalen – an das Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet werden. Störungen des Sehsinns sind vielfältiger Natur wie etwa Weit-, Kurz- oder Alterssichtigkeit oder Einschränkungen des Gesichtsfeldes durch Schlaganfall, Hornhaut- und Netzhauterkrankungen.
Der Hörsinn
Der Hörsinn oder auditives System funktioniert durch akustische Sensoren in Form von Haarzellen. Schallwellen werden durch die Ohrmuschel aufgefangen und in die "Schnecke" im Innenohr gelenkt. Hier ragen die Haarzellen in die Schneckengänge hinein, nehmen die Schwingungen auf und leiten sie weiter. Etwa 90 % aller Informationen erreichen das Gehirn über Auge und Ohr.
Der Geruchssinn
Um riechen zu können, ist die Nasenschleimhaut im oberen Teil der Nasenhöhle mit einem Riechepithel ausgestattet. Die Geruchsstoffe werden durch den Schleim gelöst und erregen dann die Sinneszellen. Der Geruchssinn, das olfaktorische System, hat großen Einfluss auf die Wahrnehmung, weil viele Gerüche sofort mit Erfahrungen und Erlebnissen in Verbindung gebracht werden.
Der Geschmackssinn
Die Rezeptoren für die Wahrnehmung der Geschmacksqualitäten süß, sauer, bitter und salzig sind die Geschmacksknospen der Zunge, die die Reize über verschiedene Nerven an das Gehirn weiterleiten. Der Geschmackssinn, die gustatorische Wahrnehmung, ist gerade im Alter oft beeinträchtigt, was Nahrungsauswahl und -aufnahme und damit den Ernährungszustand beeinflussen kann.
Die Haut
Die Haut ist flächenmäßig das größte Sinnesorgan und steuert vor allem wichtige Empfindungen mit Schutzfunktionen. Dementsprechend verfügt sie über unterschiedliche Rezeptoren, so z. B. zur Wahrnehmung von Druck und Vibration, von Schmerz und von Temperatur. Als Körperhülle und Grenze zur Umwelt ist sie aber auch durch viele Erkrankungen und Verletzungen gefährdet.
Rezeptoren in Muskeln und Gelenken
Die klassischen fünf Sinne stellen nicht die alleinigen Wahrnehmungswege dar. Nach und nach hat man entdeckt, dass auch über Rezeptoren in Muskeln und Gelenken sowie in inneren Organsystemen wie Herz-Kreislauf-System, Lungensystem, Magen-Darm-Trakt oder Nierensystem (viszerale Sensibilität) existenzielle Informationen aufgenommen werden.