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Hautpflege bei Neurodermitis

Rötliche und trockene Haut-
stellen sollten mit geeigneten
Produkten gereinigt und
gepflegt werden. 
Wer an Neurodermitis erkrankt ist, steckt oft in einem Teufelskreis: Die Barrierefunktion der Haut ist geschädigt, sodass Noxen oder auch Keime in die Haut gelangen können. Zudem trocknet die Haut aufgrund ihrer Beeinträchtigung weiter aus. Der Betroffene empfindet ein ausgeprägtes Spannungs- und Juckgefühl und muss sich kratzen. Dadurch kann es zu Verletzungen und Infektionen kommen, der Kreislauf verstärkt sich.

Eine zentrale begleitende Maßnahme bei der Behandlung von Menschen mit Neurodermitis ist die konsequente Hautpflege. Neurodermitiker, die ihre Haut regelmäßig mit geeigneten Produkten reinigen und pflegen, erleiden seltener Rückfälle, und ihre Haut entwickelt seltener Entzündungen. Zudem lindern Reinigungs- und Pflegecremes den Juckreiz und verbessern die Schutzfunktion der erkrankten Haut.

Hautreinigung

Die trockene Haut eines Atopikers erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Reinigung. Um Reizungen und Austrockung zu verringern oder vorzubeugen, sollte Folgendes beachtet werden:
  • Häufiges (täglich oder mehrfach täglich) und übermäßig langes Baden und Duschen vermeiden und darauf achten, dass die Wassertemperatur nicht zu hoch ist.
  • Reinigungsprodukte verwenden, die die Haut nicht noch zusätzlich austrocknen und reizen. Geeignet sind Produkte mit milden Tensiden, denen rückfettende Lipide zugesetzt sind. Auch sanft reinigende Duschöle sind geeignet. Beim Baden haben sich spreitende Ölbäder bewährt. Sie hinterlassen nach dem Baden einen Fettfilm auf der Haut. 
  • Alkalische Seifen sind ungeeignet.
  • Saure Syndets haben zwar einen physiologischen pH-Wert, lösen aber Feuchthaltefaktoren aus der Haut und entfernen den Hydrolipidfilm. Nach Verwendung dieser Produkte sollte die Haut im Anschluss wieder mit Fett versorgt werden.
  • Um die Hände zu reinigen, eignet sich Handwaschöl.
  • Für das Gesicht empfiehlt sich eine Reinigungsmilch mit milden Tensiden, einem hohen Anteil an Lipiden sowie Feuchthaltefaktoren.
  • Vermieden werden sollten Schaumbäder, alkoholhaltige Präparate, Franzbranntwein etc, da sie die zusätzlich Haut austrocknen.

 

Hautpflege

Wer an Neurodermitis leidet, sollte seine Haut morgens und abends  – bei Bedarf auch häufiger –, sowie nach jeder Hautreinigung eincremen. Bewährt haben sich Cremes auf Wasser-in-Öl-Basis, die Feuchthaltefaktoren enthalten. Zusätzlich sollte ein geeignetes Pflegepräparat folgende Eigenschaften haben:
Sie sollte
  • die Haut eines Neurodermitikers mit fettreichen und Feuchtigkeit spendenden Substanzen versorgen und 
  • keine Parfum- und Zusatzstoffe enthalten, da diese die Haut zusätzlich reizen oder Allergien auslösen können.

Bewährt haben sich Cremes, Lotions und Öle zur Reinigung und Pflege, die die Substanzen Harnstoff und Nachtkerzenöl enthalten.


Der Nutzen und die Wirksamkeit von Pflegeprodukten mit Harnstoff und Nachtkerzenöl bei neurodermitischer Haut konnte in zwei klinischen Studien belegt werden.

Klinische Studien
 
   
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