Wie bei jedem Krankheitsbild muss bei der Behandlung chronischer, schlecht heilender Wunden eine umfassende Anamnese, Diagnostik und apparative Untersuchungen durchgeführt werden. Grundsätzlich muss immer geklärt werden, welche Grunderkrankung vorliegt, die zum Hautdefekt geführt hat. Nur wenn die Grunderkrankung auch kausal therapiert wird, kann die Wunde abheilen.
Für alle chronischen Wunden mit ihrem erforderlichen Gewebeaufbau zur Defektfüllung gilt der phasengerechte Einsatz hydroaktiver Wundauflagen als Behandlungsstandard. Sie beschleunigen beispielsweise die Wundreinigung, gewährleisten ein optimal feuchtes Wundmilieu und regen die Bildung von Blutgefäßen und Gewebe an.
Der phasengerechte Einsatz hydroaktiver Wundauflagen
Bei der Behandlung chronischer Wunden ist der phasengerechte Einsatz hydroaktiver Wundauflagen indiziert. Beachtet werden müssen bei der Auswahl die Phase der Wundheilung, Nekrosen und Beläge, die Menge der Exsudation sowie eine mögliche Infektion.
Die Behandlung der Grunderkrankung
Damit eine chronische Wunde heilen kann, muss die auslösende Ursache der Wundentstehung beseitigt werden. Die häufigsten Erkrankungen, die chronische Wunden auslösen, sind venöse und arterielle Durchblutungsstörungen sowie Diabetes mellitus.
Debridementverfahren zur Wundreinigung
Totes Gewebe und Beläge gefährden die Wundheilung. Vor allem Nekrosen bieten Bakterien einen idealen Nährboden und somit die Grundlage für eine Infektion. Daher muss ein effizientes Debridement durchgeführt werden.
Wundbehandlung Dekubitus
Druckgeschwüre entstehen infolge lokaler Schädigungen der Haut und des darunter liegenden Gewebes durch Druck, Scherkräfte und/oder Reibung.
Wundbehandlung Ulcus cruris
Ein Ulcus cruris kann infolge einer chronisch venösen Insuffizienz (Ulcus cruris venosum), einer Durchblutungsstörung (Ulcus cruris arteriosum) oder einer Kombination dieser Faktoren (Ulcus cruris mixtum) entstehen.
Wundbehandlung Diabetischer Fuß
Das diabetische Fußsyndrom ist eine Ulzeration, die aufgrund diabetischer Folgeerkrankungen entsteht: Sensomotorische und autonome Neuropathie und/oder periphere arterielle Verschlusskrankheit.
Mangelernährung stört die Wundheilung
Obwohl man weiß, wie essenziell optimale Ernährung für die Wundheilung ist, wird dies noch viel zu wenig bei der Behandlung berücksichtigt.
Systemische und lokale Einflüsse auf die Wundheilung
Der Wundheilungsprozess wird durch viele Faktoren beeinflusst. Für die Behandlung ist es unerlässlich, die lokalen und systemischen Einflussfaktoren zu erkennen und wenn möglich auszuschalten.