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Systemische und lokale Einflüsse auf die Wundheilung

Zahlreiche lokale und
systemische Faktoren
beeinflussen die
Wundheilung
Die Wundheilung wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Wie schnell eine Wunde heilt, ist abhängig von der allgemeinen körperlichen Verfassung des betroffenen Patienten und den daraus resultierenden spezifischen Gegebenheiten. Dabei wird zwischen lokalen und systemischen Störfaktoren unterschieden. Wenn möglich sollten diese durch geeignete Maßnahmen ausgeschaltet werden, damit die chronische Ulzeration rasch abheilen kann. 

 

Lokale Störfaktoren

Die Auswahl einer geeigneten
Wundauflage ist entscheidend
für einen erfolgreichen
Heilungsprozess.
Lokale Einflussfaktoren, die den Heilungsprozess beeinflussen, sind der Zustand der Wunde sowie die Qualität des praktizierten Wundmanagements. Die wichtigsten Faktoren sind: 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Lokalisation der Wunde: Liegt die Wunde in gut oder schlecht durchblutetem Gewebe oder in Nähe des Anus?
  • Zustand des Wundgrundes: Anteil nekrotisches Gewebe, Schorf, Beläge, Fremdkörper etc
  • Beschaffenheit der Exsudation: blutend, blutig-serös, eitrig, ausgetrocknet
  • Ausmaß der Keimbesiedlung / Infektion
  • Alter der Wunde: akutes Trauma, chronischer Wundzustand
  • Druck und mechanische Belastung im Wundbereich
  • Zustand der Wundränder: Mazeration, Ödeme, zerklüftet
  • Wundgröße und -tiefe
  • Lokale Wundbehandlung: Einsatz der richtigen Wundauflage?
  • Temperatur und feuchtes Wundmilieu

Systemische Störfaktoren

Bei dementen Patienten
ist die Wundheilung oft
empfindlich gestört.

 

Die systemischen Einflüsse ergeben sich aus der individuell vorliegenden Gesamtverfassung des Patienten: Ihre Relevanz ist dabei unterschiedlich ausgeprägt, wobei manche Faktoren, wie beispielsweise Gefäßerkrankungen oder Stoffwechselstörungen sogar selbst eine Wunde auslösen können.

 

 

 

 

 

 

 

  • Alter des Patienten: Neben dem physiologischen Altern mit seinem allgemein reduzierten Zellaktivitäten verzögert auch altersbedingte Multimorbidität die Wundheilung.
  • Ernährungsstatus und Qualität der Ernährung

  • Immunstatus: Immundefekte erhöhen die Anfälligkeit für Wundheilungsstörungen und Infektionen.

  • Grunderkrankungen

  • Postoperative Komplikationen wie Thrombosen, Pneumonien, Urämie etc

  • Medikamente: Immunsuppressiva, Zytostatika, Antiphlogistika und Antikoagulanzien etc. wirken sich negativ auf die Wundheilung aus.

  • Psychosoziale Situation des Patienten: Die Mitarbeit des Patienten beim Wundmanagement ist wichtig für eine erfolgreiche Behandlung, die durch Demenz, Alkohol oder Drogenabusus beeinträchtigt sein kann.

  • Dehydratation

  

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