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Die Versorgung inkontinenter Patienten

Pflegebedürftigen Personen, die an einer Inkontinenz leiden, kann auf vielfältige Weise geholfen werden. Neben der Behandlung der Grunderkrankungen verbessern auch Pflegemethoden und Hilfsmittel die Situation der Betroffenen entscheidend.

Intermittierender Selbstkatheterismus

Dauerkatheter zur Versorgung von Inkontinenten sind nur als Ausnahmelösungen anzusehen. Sie werden fast nur stationär und als Übergangslösung verwendet.
In den letzten Jahren hat der intermittierende Selbstkatheterismus insbesondere bei Querschnittlähmungen oder Rückenmarkverletzungen an Bedeutung zugenommen. Er stellt eine Langzeitbehandlung dar, die vom Patienten oder seinen Angehörigen erlernt und angewendet werden kann. Die Anleitung erfolgt unter ärztlicher Kontrolle. 

Saugende Inkontinenz-Produkte

Molicare Inkontinenzslip
Saugende Inkontinenz-Produkte für den Einmalgebrauch haben wichtige Funktionen zu erfüllen. Sie ermöglichen nicht nur eine sichere, unauffällige und hygienische Entsorgung von Urin und Stuhl, sondern tragen auch zur Verhütung von Hauterkrankungen bei. Und nicht zuletzt fällt weniger Wäsche an, was dem Pflegenden wertvolle Zeit spart.
Sind Patientin oder Patient noch ganz oder teilweise mobil, muss das Inkontinenz-Produkt in erster Linie so beschaffen sein, dass sie sich damit absolut sicher fühlen. Wenn ihnen die Angst vor "peinlichen Zwischenfällen" genommen wird, sind sie leichter zu bewegen, wieder am sozialen Leben teilzunehmen. Dies ist wichtig, um den Patienten Mobilität und stimulierende Einflüsse einer aktiven Lebensweise zu erhalten, die gerade im Alter für die Gesunderhaltung bzw. für die Eingrenzung weiterer Abbauprozesse so bedeutsam sind.

Geeignet für mobile Patienten sind alle Produkte, die direkt am Körper getragen werden: Inkontinenz-Slips und Inkontinenz-Einlagen in verschiedenen Formen und Saugstärken.

Bei bettlägerigen Patienten steht medizinisch das Problem eines zuverlässigen Hautschutzes im Vordergrund. Häufiges Wechseln der Einlagen ist hier eine unerlässliche Pflegemaßnahme, vor allem dann, wenn zusätzlich Stuhlinkontinenz besteht. Aus diesem Grund sind Inkontinenz-Produkte in vielen Fällen auch verschreibungsfähig.

Für die Wahl des richtigen Inkontinenz-Produktes hat es sich als hilfreich erwiesen, die Inkontinenz nach den ungefähr abgehenden Urinmengen in vier Schweregrade einzuteilen. Danach ist dann jeweils die Saugkraft der einzelnen Inkontinenz-Produkte ausgelegt.

Leichte Harninkontinenz: Harnverlust innerhalb 4 Stunden von ca. 50 bis 100 ml

Mittlere Harninkontinenz: Harnverlust innerhalb 4 Stunden von ca. 100 bis 200 ml

Schwere Harninkontinenz: Harnverlust innerhalb 4 Stunden von ca. 200 bis 300 ml

Schwerste Harninkontinenz: Harnverlust innerhalb 4 Stunden von mehr als 300 ml

Die Farbcodierung des HARTMANN Inco-Systems hilft auf den ersten Blick zu erkennen, für welche Schweregrade der Inkontinenz die einzelnen HARTMANN Inkontinenz-Produkte am besten geeignet sind:

Gelb steht für leichte Inkontinenz.

Grün steht für mittlere Inkontinenz.

Blau steht für schwere Inkontinenz.

Violett steht für schwerste Inkontinenz.

Neben der farblichen Kennzeichnung erleichtern Tropfensymbole die Unterscheidung und Wiedererkennbarkeit, was von besonderem Vorteil ist.

Ein Inkontinenz-Produkt sollte jedoch nicht nur gut aufsaugen, sondern auch Sicherheit und Wohlbefinden in jeder Situation vermitteln. HARTMANN bietet mit den bewährten Produktsystemen alle Möglichkeiten für eine individuelle und zuverlässige Versorgung, wobei immer auch eine besonders wirtschaftliche Lösung gefunden werden kann.

 

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