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Verbrennungen und Verbrühungen

Am Dampf aus dem
Kochtopf kann man
sich verbrühen
Typische Gefahrenquellen für Verbrennungen sind offene Flammen von Kerzen, Feuerzeugen, Kohleöfen oder offenen Kaminen, aber auch heiße Metalle wie Herdplatten und Bügeleisen, elektrischer Strom und zu lange Sonneneinwirkung (Sonnenbrand).

Im Gegensatz dazu entstehen Verbrühungen durch Kontakt mit heißen Flüssigkeiten.

Das Ausmaß von Verbrennungen und Verbrühungen ist abhängig von der Intensität und Dauer der Hitzeeinwirkung. Bei Verbrennungen ist eine sofortige Kühlung des verbrannten Bereichs die wichtigste Maßnahme.

Infolge der Hitze werden Körperzellen zerstört und Substanzen freigesetzt, die umliegende Blutgefäße durchlässig machen und Blutplasma ins Gewebe austreten lassen. So bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte Brandblasen.

Bei Verbrennungen werden drei Schweregrade unterschieden: denn vom Schweregrad, von der Tiefe und Ausdehnung in und auf der Haut hängt die Behandlung ab.

Verbrennungen 1. Grades gleichen einem typischen Sonnenbrand, sie sind erkennbar durch Hautrötung und Schmerzen.

Bei Verbrennungen 2. Grades bilden sich – zusätzlich zu den Schädigungen wie bei den  Verbrennungen 1. Grades – innerhalb von 24 Stunden Blasen, die mit klarer Flüssigkeit gefüllt sind.

Bei Verbrennungen 3. Grades werden oberflächliche und tiefe Hautstrukturen zerstört, die schweren Schäden sind an einer schneeweißen oder bräunlichschwarzen Verfärbung der Haut zu erkennen.

Die anschließende Behandlung hängt vom Schweregrad, von der Tiefe und Ausdehnung der Verbrennung in und auf der Haut ab.
 

Was Sie tun können:

- Die wichtigste Maßnahme der Ersten Hilfe bei jeder Art von Verbrennung oder Verbrühung ist die Kühlung des verletzten Körperteils. Sie verhindert das Fortbestehen der Hitzewirkung im Gewebe und begrenzt dadurch das Ausmaß der Verletzung.

- Die Kleidung ist bei einer Verbrühung sofort zu entfernen, bei einer Verbrennung jedoch nur dann, wenn diese nicht am Körper haftet.

- Halten Sie den verbrannten oder verbrühten Körperteil so lange unter kaltes, fließendes Wasser, bis anhaltende Schmerzfreiheit erreicht ist. In leichteren Fällen genügen 5 Minuten, in allen anderen Fällen sind 10 bis 20 Minuten erforderlich. Bei großflächigen Verbrennungen ist ein Kühlen unter der Dusche am Einfachsten.

Bei Verbrennungen 1. Grades genügt es, nach der Anwendung des kalten Wassers ein kühlendes Hautpflegemittel aufzutragen. Halten die Beschwerden an, helfen die kurzfristige Anwendung einer niedrig dosierten Hydrokortison-Creme und, falls erforderlich, die Einnahme von Schmerzmitteln. Eine Schmerzlinderung kann auch durch Auftragen eines hydroaktiven Pflasters erreicht werden. Das enthaltene Gel fördert gezielt die Wundheilung bei kleineren Verbrennungen.

Bei Verbrennungen und Verbrühungen bei Kindern:
- Wunden nach Regeln der Ersten Hilfe versorgen
- beruhigen
- warm halten
- Kinder nicht alleine lassen
- bei jeder Art von Verbrennung bei Kindern Arzt aufsuchen bzw. Notarzt rufen.
 

In allen Fällen, in denen ärztliche Hilfe erforderlich ist, sollten die Brandwunden nach der Kühlung mit kaltem Wasser für den Transport keimfrei abgedeckt werden (z. B. mit Alufolie oder einer anderen Metallfolie).

Angebliche "Wundermittel" wie Puder, Öle, Mehl und andere Hausmittel schaden mehr, als dass sie heilen!

Alle Verbrennungen mit gravierenden Hautdefekten (Verbrennungen 2. und 3. Grades) müssen grundsätzlich ärztlich behandelt werden.
Die Risiken eines Kreislaufschocks, einer Infektion, von Atemschwierigkeiten und der so genannten Verbrennungskrankheit (vielfältiges Krankheitsgeschehen des Körpers, das sich aufgrund der Hitzeschädigung
des Gewebes entwickeln kann) machen meist die Behandlung in einer Klinik erforderlich.

 

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