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Unterkühlungen und Erfrierungen

Zum Aufwärmen des Betroffe-
nen bei Unterkühlungen oder
Erfrierungen eignet sich die
HARTMANN Rettungsdecke
Unterkühlungen
Eine Unterkühlung entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum die Wärmeabgabe des Körpers größer ist als seine Wärmeproduktion.
Unterkühlungen kann man sich z. B. durch längere Aufenthalte in schlecht beheizten Gebäuden oder durch längere Aufenthalte in kaltem Wasser zuziehen. Von Unterkühlung wird gesprochen, wenn die Körpertemperatur unter 35°C sinkt. Eine Unterkühlung unter 30 °C führt in der Regel zu Bewusstseinsverlust und Herzstillstand.


Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Bewusstsein des Betroffenen:

Aufwärmen
Ist der Betroffene bei Bewusstsein, bringen Sie ihn an einen warmen Ort und wärmen ihn vom Körper her langsam auf. Dafür muss gegebenenfalls nasse Kleidung entfernt und der Betroffene in eine warme Decke o. Ä. eingewickelt werden (hierzu eignet sich z. B. auch die Rettungsdecke aus dem Auto-Verbandkasten, wobei die Goldseite nach außen und die Silberseite zum Patienten hin ausgerichtet werden soll).

Flüssigkeitszufuhr
Geben Sie dem Patienten warme, gut gezuckerte Getränke zu trinken, in keinem Fall allerdings alkoholische, da diese die Blutgefäße weiten und eine Unterkühlung beschleunigen.

Beobachtung des Zustands des Betroffenen
Beobachten Sie Atmung, Puls und Körpertemperatur und vermeiden Sie eine neuerliche Kälteeinwirkung. Wenn keine Besserung eintritt, verständigen Sie den Rettungsdienst. Bei älteren Menschen und Säuglingen sollte generell die Meinung eines Arztes eingeholt werden.

Was tun, wenn Bewusstlosigkeit eintritt?

Keine weiteren Aufwärmversuche!
Wird der Betroffene zusehends müde und schließlich bewusstlos, sollten Ersthelfer keine weiteren Aufwärmversuche unternehmen, da diese, unsachgemäß durchgeführt, die Körpertemperatur weiter absenken und für den Betroffenen lebensbedrohliche Folgen haben können.

Rettungsdienst rufen
Verständigen Sie umgehend den Rettungsdienst und bringen Sie den Patienten bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage. Schützen Sie ihn durch Zudecken vor weiterer Unterkühlung. Kontrollieren Sie Atmung, Puls und Körpertemperatur und führen Sie, wenn erforderlich, die lebensnotwendigen Sofortmaßnahmen durch.


Erfrierungen

Anzeichen
 - zunächst ein Kribbeln und eine Blässe des betroffenen Körperteils
- anschließend Taubheit des betroffenen Körperteils.
- zuletzt Verhärtung und Versteifung der Haut
- die betroffenen Bereiche sind zunächst bläulich-rot (1. Stadium), dann weiß-gelb (2. Stadium) und zuletzt blass und grau (3. Stadium)
- bereits abgestorbenes Gewebe ist aufgrund mangelnder Durchblutung schwarz-nekrotisch und muss in der Regel amputiert werden.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Aufwärmen
Bringen Sie den Patienten an einen warmen Ort. Betroffene sollten das jeweilige Körperteil selbst bewegen und langsam, nach Möglichkeit mit ihrer eigenen Körperwärme, aufwärmen, z. B. können betroffene Finger in die Achselhöhle gelegt werden.

Kleidung entfernen
entfernen Sie vorsichtig durchnässte und beengende Kleidung.

Ein Reiben oder Massieren eines erfrierenden Körperteils ist zwingend zu unterlassen

Rettungsdienst rufen
Sie sollten den Rettungsdienst verständigen und den Patienten in der Zwischenzeit betreuen. Ist gleichzeitig eine Unterkühlung bei dem Patienten festzustellen, müssen vorrangig die Maßnahmen gegen Unterkühlung durchgeführt werden. Der Betroffene darf nicht rauchen und keinen Alkohol oder Kaffee trinken.

Bei besonders schweren Erfrierungen (3. Stadium) darf der Patient nicht mehr bewegt oder erwärmt werden. Das Entfernen von nasser oder beengender Kleidung entfällt in diesem Fall ebenfalls. Lediglich auf eine Ruhigstellung des betroffenen Körperteils ist zu achten. Alles Weitere ist dem Rettungsdienst zu überlassen.

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