Mit der Blutdruckselbstmessung haben Sie die Möglichkeit, Ihren Blutdruck jederzeit genau zu beobachten und zu kontrollieren. Sie erkennen tageszeitbedingte Blutdruckschwankungen sowie Situationen und Tätigkeiten, bei denen der Blutdruck überdurchschnittlich stark ansteigt, und erhalten so die Möglichkeit, diese Tätigkeiten zu vermeiden oder einzuschränken. Außerdem wird bei Selbstmessungen zu Hause der sogenannte "Praxisbluthochdruck" erkannt, der oft durch Nervosität oder Angst beim Arztbesuch hervorgerufen wird. Das heißt, wer lernt, seinen Blutdruck selbst zu messen, hat ein nützliches Mittel zur Selbstkontrolle zur Hand. Nicht zuletzt geben die von Ihnen festgehaltenen Werte Ihrem Arzt einen zuverlässigen Überblick über Ihr Blutdruckverhalten unter Alltagsbedingungen. Blutdruckmessgeräte gibt es in verschiedenen Varianten, wie z.B. als Oberarmgeräte oder Handgelenkuhren. Wie Sie sich bei der Blutdruckselbstmessung verhalten und wie Sie das Gerät bedienen, können Sie der Gebrauchsanweisung Ihres Gerätes genau entnehmen.
Die Dicke der Arterien nimmt vom Oberarm hin zum Handgelenk immer mehr ab. So kann z.B. bei Personen mit Arteriosklerose oder Diabetes mellitus die Messung am Handgelenk ungenaue Werte liefern. Das muss nicht zwangsläufig bedeuten, daß Patienten mit den genannten Indikationen immer ein Oberarmmeßgerät benötigen. Um herauszufinden, welches Gerät für Sie das individuell richtige ist, sollten Sie sich in Ihrer Apotheke oder im Sanitätsfachgeschäft beraten lassen. Hier können Sie durch eine Vergleichsmessung an Handgelenk und Oberarm feststellen, welches Gerät für Sie das medizinisch richtige ist.