Diese Situation in der Wundbehandlung ist Pflegekräften nur allzu bekannt: Die chronische Wunde ist zwar ganz gut gereinigt und so sauber, dass sich eigentlich Granulationsgewebe zur Defektauffüllung ausbilden müsste. Aber genau dies geschieht nicht. Neues Gewebe zeigt sich nur spärlich oder überhaupt nicht. Oft passiert es zudem, dass sich die Wunde auch noch vergrößert, weil die Wundränder durch aggressives Wundexsudat aufgeweicht werden und mazerieren. Dann ist guter Rat teuer, und nicht selten wird zu den verschiedensten, angeblich wundheilungs- und granulationsfördernden Präparaten gegriffen, wobei deren Anwendung die Problematik häufig noch verschärft. Die praktische Erfahrung hingegen hat gezeigt, dass sich die Stagnationsphase oft mit Hilfe therapeutisch wirksamer Wundauflagen überwinden lässt. Möglich wird dies durch die verschiedenen physikalischen Wirkungsprinzipien der einzelnen Wundauflagen, durch die beispielsweise die Wundreinigung beschleunigt, die Wundexsudation reguliert und Bildung von Blutgefäßen und Gewebe angeregt wird. All diese Vorgänge werden unter dem Begriff der „Wundkonditionierung“ zusammengefasst.
Ein Wundauflagenmaterial, das sich für eine solche Wundkonditionierung besonders gut eignet, ist Schaumstoff. Dieser muss aber selbstverständlich mit sehr spezifischen Produkteigenschaften ausgestattet sein, damit er die gestellten Aufgaben auch erfüllen kann, so wie der neue Schaumverband PermaFoam von HARTMANN.