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Der PermaFoam Schaumverband: effiziente Hilfe bei Problemwunden

Produktaufbau und Wirkungsprinzip von PermaFoam

Der Schaumverband PermaFoam ist eine Kombination zweier unterschiedlich strukturierter Schaumstoffe, die über eine spezielle Laminierung miteinander verbunden werden. Die Saugschicht von PermaFoam besteht aus hydrophilen Polyurethan-Polymeren, die Flüssigkeit bis zum Neunfachen ihres Eigengewichtes in ihren Polymerketten einlagern können. Dabei verfügt die Polyurethanmatrix über einen einzigartigen Porengradienten, d. h. die wundseitig großen Poren werden zur Deckschicht hin immer kleiner, was eine hohe vertikale Kapillarwirkung erzeugt.

Die Deckschicht von PermaFoam hingegen besteht aus einem geschlossenporigen Polyurethanschaum und ist semipermeabel, also keimdicht, aber durchlässig für Wasserdampf. Aus dieser Materialkombination und -konstruktion ergeben sich Produkteigenschaften, mit denen die Stagnation in der Wundheilung beendet und die Konditionierung der Wunde vorangebracht werden kann.

Durch die hohe vertikale Kapillarwirkung wird überschüssiges aggressives Wundexsudat rasch bis unter die Deckschicht geleitet. Dabei gewährleisten die wundseitig großen Schaumstoffporen, dass auch zähflüssigeres Sekret und Detritus aufgenommen werden, ohne die Poren zu verstopfen.

Bei Aufnahme des Wundexsudats quillt der Polyurethanschaum leicht auf, sodass der für die Ableitung der Sekrete erforderliche Kontakt zum Wundgrund gesichert ist.

Das aufgenommene Wundexsudat verteilt sich dann seitlich unter der Deckschicht. Wichtig ist dabei, dass PermaFoam – hauptsächlich bedingt durch die spezielle Porenstruktur – über ein hohes Zurückhaltevermögen (Retention) für Flüssigkeiten verfügt. Selbst wenn von außen Druck erzeugt wird, so z. B. durch einen Kompressionsverband, wird das Exsudat sicher im Schaumstoff gehalten. Hinzu kommt, dass PermaFoam auch unter dem Druck eines angelegten Kompressionsverbandes nur geringfügig an Saugkapazität verliert. Beispielsweise wird unter einem Druck von 42 mmHg die Saugkapazität gegenüber dem freien Zustand lediglich um 12 % reduziert. All diese Eigenschaften zusammen bewirken nicht nur die wünschenswerte rasche Regulierung der Exsudation, sondern schützen auch die Wundränder vor Mazeration, weil das aufgenommene Exsudat nicht mehr in die Wunde zurückdrückt.

Darüber hinaus gewährleistet die Wasserdampfdurchlässigkeit der Deckschicht ein ausgewogen feuchtes Mikroklima in der Wunde, was die Heilungstendenz einmal mehr unterstützt.

PermaFoam ist atraumatisch, ein Verkleben mit der Wunde bzw. ein Einwachsen von Gewebe in die Schaumstruktur wird minimiert. Durch das hohe Absorptionsvermögen und die sehr gute Retention kann PermaFoam selbst bei stärkerer Sekretion (beim Ausbleiben von Komplikationen) mehrere Tage auf der Wunde verbleiben.

PermaFoam ist weich und geschmeidig und schmiegt sich den Wundgegebenheiten gut an. Die Fixierung von PermaFoam erfolgt mit elastischen Fixierbinden (z. B. Peha-haft) oder vollflächig mit elastischen Fixiervliesen (z. B. Omnifix elastic). PermaFoam comfort ist für eine einfache Fixierung mit einem selbstklebenden Haftrand ausgestattet, der verwendete Polyacrylatkleber ist hautfreundlich.

Anwendungsgebiete von PermaFoam
 
   
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