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Wundmanagement

Das Wundmanagement ist geprägt von Arbeitsteilung und Teamarbeit. Vorrangig sind es dabei Ärzte sowie Pflegefachkräfte in Kliniken, Sozialstationen und Altenpflegeeinrichtungen, die in die Wundversorgung eingebunden sind. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Behandlung chronischer Wunden dar, die durch ihre Komplexität ein absolut koordiniertes Wundmanagement erfordert.

Für ein funktionierendes Wundmanagement können folgende Zielsetzungen formuliert werden: 

  • Verbesserung der Lebensqualität des Patienten
  • Verkürzung des Wundheilungsprozesses
  • Erhöhung der Wundheilungsrate
  • Steigerung der Versorgungsqualität
  • Verbesserung der Versorgungskontinuität
  • Verbesserung der Zusammenarbeit aller an der Behandlung Beteiligten
  • Kontinuierliche Qualitätssicherung

Zunehmend haben sich Wundzentren als regionale Netzwerke etabliert, die ihre Hilfe bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden anbieten. Im Mittelpunkt der vernetzten Organisation, die die Basis für ein funktionierendes Wundmanagement sind, steht dabei immer der Wundpatient. Ihm soll eine optimale Versorgung durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Pflege, zwischen Arztpraxen und Krankenhäusern, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Angehörigen, Physiotherapeuten, Podologen, Orthopädieschuhmachern und –technikern sowie von Produktherstellern, Sanitätsfachhandel, Apotheken und Kostenträgern gesichert werden

Wundheilung  
Die Wundheilung beruht auf der Fähigkeit von Haut- und Körpergeweben, lokale Verletzungen durch körpereigene Reparations- und Regenerationsvorgänge auszugleichen, wozu eine wohlorganisierte Gemeinschaftsleistung verschiedenster Zellen erforderlich ist.

Wundversorgung  
Wenngleich der menschliche Organismus grundsätzlich in der Lage ist, Wunden aus eigener Kraft zu heilen, so unterliegt diese Fähigkeit doch großen individuellen Schwankungen, die durch eine gute Wundversorgung zum Positiven hin beeinflusst werden können.

Wunddokumentation  
Eine Wunddokumentation beschreibt alle Kriterien, die sowohl der Therapieplanung und Prognoseabschätzung als auch der Therapiekontrolle und des Heilungsverlaufs dienen. Zudem ist der schriftliche Nachweis einer dem aktuellen Stand entsprechenden ärztlich-pflegerischen Wundversorgung gesetzlich vorgegeben.

Wundinfektion  
Die Wundinfektion ist die folgenschwerste Störung der Wundheilung. Sie wird durch die verschiedensten Mikroorganismen verursacht, die in die Wunde eindringen, sich dort vermehren und dabei schädigende Giftstoffe erzeugen.

Wundreinigung  
Die Wundreinigung ist der erste entscheidende Schritt in der Wundversorgung. Die Wundreinigung bei akuten Wunden folgt dabei chirurgischen Grundsätzen. Bei chronischen Wunden gestaltet sich die Wundreinigung aufgrund der ischämischen, zum Teil nekrotischen Gewebesituation wesentlich schwieriger.