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Neurodermitis, was ist das überhaupt?

Besonders belastende Formen von sehr trockener Haut treten bei Neurodermitis auf. In der medizinischen Fachsprache wird Neurodermitis auch als atopische Dermatitis, atopisches Ekzem oder endogenes Ekzem bezeichnet. Man versteht darunter eine chronische ekzematöse Hauterkrankung aus der Gruppe der Atopien, d.h. mit Allergieneigung verbundene Krankheiten (Heuschnupfen, Asthma, Kontaktekzem). Sie tritt erblich bedingt auf und wird in Verlauf und Ausprägung durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Vererbt wird nicht die Krankheit selbst, sondern nur die Anlage zur Neurodermitis.

Menschen, die an Neurodermitis erkrankt sind, leiden unter sehr trockener Haut mit häufig stark ausgeprägtem Juckreiz und Ekzemneigung. Typische Kennzeichen sind Beugenekzeme, trockene und empfindliche Haut sowie empfindliche und zu Allergien neigende Schleimhäute im Bereich der Augen, Nase und Bronchien. Am häufigsten kommt Neurodermitis an Ellenbeugen, Handgelenksbeugen, Kniekehlen sowie an Gesicht, Kopf und Hals vor. Bei schweren Ausprägungsformen kann der ganze Körper betroffen sein.

Neurodermitis tritt meist schubartig im Herbst oder Frühjahr im Zusammenhang mit Klimaveränderungen auf. Es gibt aber auch Umwelteinflüsse, die bei einer Veranlagung einen Schub begünstigen. Das sind neben extremer Kälte auch Allergenkontakt (Blütenpollen, Staub, bestimmte Nahrungsmittel etc.), Infektionen, Hautreizung durch kratzende und feuchtigkeitsundurchlässige Kleidung sowie psychische Stress- und Überlastungszustände.

Wichtig für die Linderung der Neurodermitis ist die Vermeidung individueller Auslösefaktoren. Relevant für die zum Ekzem neigende Haut des Neurodermitikers ist darüber hinaus die konsequente Hautpflege zur Verringerung der Austrocknung und des Spannungsgefühl.

Die Ursachen sind vielfältig:

Trotz aller wissenschaftlicher Fortschritte konnte bisher keine einheitliche Ursache für die Neurodermitis verantwortlich gemacht werden. Ausdruck der Erkrankung ist eine gestörte Barrierefunktion der Haut. Es besteht unter anderem häufig ein Mangel an Linolsäure, ohne die der Körper kein Ceramid-1 bilden kann. Dieses ist von entscheidender Bedeutung für den Aufbau und die Aufrechterhaltung der Hautbarriere und reguliert dadurch den Wasserverlust über die Epidermis (Oberhaut). Fehlt dieses Regulativ, kommt es zu einer extremen Trockenheit der Haut, einem mangelnden Wasserbindevermögen sowie einer verminderten Schweiß- und Talgproduktion. Meist entstehen trockene, gerötete und schuppende Hautpartien.