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Richtig Fieber messen mit elektronischen Fieberthermometern

Man unterscheidet die Kerntemperatur von der Oberflächentemperatur der Haut, weshalb es keine durchschnittllich „normale“ Körpertemperatur gibt. Die Temperatur schwankt im Tagesverlauf um bis zu 2 Grad Celsius. Von Fieber spricht man ab einer rektal gemessenen Temperatur ab und über 38 Grad Celsius. Hinweise zur richtigen und sicheren Temperaturmessung erhalten Sie anbei.

Orale Messung

Die Messspitze wird sublingual, das heißt links oder rechts des Zungenbändchens unter der Zunge, in den Wärmetaschen der Mundhöhle platziert. Während der Messzeit muss die Messspitze konstant Schleimhautkontakt haben und sollte nicht bewegt werden. Bei falscher Platzierung kann es unter Umständen zu Messabweichungen bis zu einem Grad Celsius kommen. Darüber hinaus können Messwertverfälschungen auch durch die Einnahme von kalten oder heißen Speisen und Getränken, Kaugummi kauen, Rauchen oder ausgeprägter Mundatmung erfolgen. Dies sollte nach Möglichkeit einige Zeit vor der Messung daher vermieden werden.

Axillare Messung

Die Messspitze wird von unten kommend entlang der Körperseite in die tiefste und wärmste Stelle der Achselhöhle gelegt. Das Thermometer sollte mit dem Oberarm fixiert werden, der Arm sollte fest angelegt werden, wodurch die Umgebungstemperatur abgeschirmt wird. Die Messspitze muss während der gesamten Messzeit konstanten Hautkontakt haben und sollte nicht bewegt werden.
Eine Überhitzung durch enge Kleidung oder ein Auskühlen der Achsel sollte vor der Messung vermieden werden. Wichtig: bei Erwachsenen ergibt die axillare Messung im Vergleich zur rektalen Messung deutlich niedrigere Werte und ist daher nur zu einer orientierenden Messung zu empfehlen.

Rektale Messung

Die Messspitze gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer Creme vorsichtig maximal 1,5 cm weit in den After einführen. Bei der rektalen Messung zeigt sich die geringste Streuung der Messwerte. Sie eignet sich deshalb zur genauen Überwachung eines Fieberverlaufs und zur Bestimmung der Basaltemperatur.