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Wissenswertes zum Wundmanagement

Integrierte Wundtherapie  
Die Integrierte Wundtherapie von HARTMANN bietet allen Beschäftigten im medizinischen und pflegerischen Bereich, die sich mit Wunden und deren Behandlung auseinandersetzten, moderne Qualitätsprodukte und Leistungen, um diese Aufgabe effizient, erfolgreich und nach dem neusten Stand der Wissenschaft zu bewältigen.

Wundmanagement  
Das Wundmanagement ist geprägt von Arbeitsteilung und Teamarbeit. Vorrangig sind es dabei Ärzte sowie Pflegefachkräfte in Kliniken, Sozialstationen und Altenpflegeeinrichtungen, die in die Wundversorgung eingebunden sind. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Behandlung chronischer Wunden dar, die durch ihre Komplexität ein absolut koordiniertes Wundmanagement erfordert.

Wundheilungsphasen  
Unabhängig von der Art der Wunde und vom Ausmaß des Gewebeverlustes verläuft jede Wundheilung in Phasen, die sich zeitlich überlappen und nicht voneinander zu trennen sind. Gibt es in einer Wundheilungsphase eine Störung, z. B. durch eine Wundinfektion, dann sind auch die nachfolgenden Heilungsprozesse gestört.

Chronische Wunden  
In der Fachliteratur besteht weitgehende Einigkeit, Wunden als chronisch zu bezeichnen, wenn diese innerhalb von vier bis zwölf Wochen nach Wundentstehung unter fachgerechter Therapie keine Heilungstendenz zeigen. Im Gegensatz zu akuten Wunden entstehen chronische Wunden zumeist nicht durch traumatische Ereignisse von außen, sondern durch lokale Ernährungsstörungen in der Haut, hervorgerufen durch venös, arteriell oder neuropathisch bedingte Gefäßschädigungen oder durch lokale, anhaltende Druckeinwirkung.

Dekubitus / Dekubitalulkus  
Ein Dekubitus ist definiert als umschriebene, durch anhaltenden Druck erzeugte ischämische Hautläsion, meist über Knochenvorsprüngen. Auslösender Kausalfaktor ist eine totale bzw. relative Immobilität (Seiler et al.).

Ulcus cruris venosum  
Das Ulcus cruris venosum ist das am häufigsten vorkommende Beingeschwür. Es ist Folge einer chronischen Veneninsuffizienz (CVI), ausgelöst z. B. durch Klappeninsuffizienz bei Varizen oder postthrombotische Venenverschlüsse.

Die richtige Fixierung der Wundauflage trägt ebenso zur Heilung bei wie die Wundauflage selbst  
Sorgfältig ausgewählte Fixiermaterialien stabilisieren die Wundauflage und geben ihr gleichzeitig ein ästhetisches Erscheinungsbild.

Die exakte Wunddokumentation gewährleistet eine optimale Wundbehandlung  
Durch die Erfassung und Beschreibung des Haut- und Wundzustands sowie weiterer Wundkriterien können Therapiemöglichkeiten verbessert werden.

Wundauflage liefert wichtige Informationen für den Heilungsprozess  
Werden Farbe, Geruch, Gewicht und Verteilung der Wundflüssigkeit auf der gebrauchten Wundauflage analysiert, lassen sich Rückschlüsse auf die Wundheilung ziehen. Dadurch wird die Auswahl der richtigen Wundauflage erleichtert.

Debridementverfahren zur Wundreinigung  
Totes Gewebe und Beläge gefährden die Wundheilung. Vor allem Nekrosen bieten Bakterien einen idealen Nährboden und somit die Grundlage für eine Infektion. Daher muss ein effizientes Debridement durchgeführt werden.

Die Behandlung der Grunderkrankung  
Damit eine chronische Wunde heilen kann, muss die auslösende Ursache der Wundentstehung beseitigt werden. Die häufigsten Erkrankungen, die chronische Wunden auslösen, sind venöse und arterielle Durchblutungsstörungen sowie Diabetes mellitus.

Der phasengerechte Einsatz hydroaktiver Wundauflagen  
Bei der Behandlung chronischer Wunden ist der phasengerechte Einsatz hydroaktiver Wundauflagen indiziert. Beachtet werden müssen bei der Auswahl unter anderem die Phase der Wundheilung, Nekrosen und Beläge und die Menge der Exsudation.

Effektives Exsudatmanagement mit Schaumverband  
Werden chronische Wunden mit dem Schaumverband PermaFoam cavity behandelt, verbessert sich ihr Zustand deutlich. Eitrige und schmierige Beläge auf der Wunde gingen in einer Studie um die Hälfte zurück.

Diabetischer Fuß: Blutzuckereinstellung und hydroaktive Wundbehandlung fördern den Heilungsprozess  
Ist die Makro- und Mikrozirkulation in der Haut gestört, kann sich eine chronische Wunde entwickeln. Eine Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Lancet gibt einen Überblick zu den biologischen und molekularen Abläufen der Wundheilung.

Anwendungsbeobachtung bestätigt: Atrauman Ag fördert Wundheilung  
Mit der Wundauflage Atrauman Ag können Patienten mit chronischen oder schwer heilenden Wunden wirksam behandelt werden. Dies zeigt eine Anwendungsbeobachtung mit 624 Patienten.

Versorgung chronischer Wunden  
Nach wie vor werden 40 % der Patienten mit chronischen Wunden nicht mit feuchten/modernen Wundversorgungsprodukten behandelt, obwohl nahezu 90 % der Ärzte diese bevorzugt einsetzen würden.

Neu entdecktes Protein weckt Hoffnung auf geringeres Amputationsrisiko  
Die Entdeckung britischer Forscher an der Universität von Bristol könnte neue Therapiemöglichkeiten zur Prävention von Beinamputationen bei Diabetikern eröffnen.