HARTMANN in Österreich
Wundmanagement > Wissenswertes > Wundauflage liefert wichtige Informationen für den Heilungsprozess

Wundauflage liefert wichtige Informationen für den Heilungsprozess

Wer die Wundauflage richtig ''liest'', kann den Heilungsprozess verbessern. Werden Farbe, Geruch, Gewicht und Verteilung der Wundflüssigkeit auf der gebrauchten Wundauflage analysiert, lassen sich Rückschlüsse auf die Wundheilung ziehen. Dadurch wird die Auswahl der richtigen Wundauflage erleichtert.

Zu oft wird die Wundauflage entsorgt, ohne einen weiteren Blick darauf zu werfen. Dabei liefert sie wichtige Informationen: Farbe, Geruch, Gewicht sowie die Verteilung der Wundflüssigkeit sagen viel über den Verlauf der Wundheilung und das Anlegen des Verbands aus.

Erreicht die Flüssigkeit nur an einer Seite den Rand der Auflage und ist die andere Seite quasi unbenutzt, ist diese nicht optimal positioniert. Am Geruch lässt sich erkennen, ob eine Wunde möglicherweise von Bakterien besiedelt ist.

Die gebrauchte Auflage: Spiegelbild des Heilungsprozesses

Menge und Lage der Wundflüssigkeit dokumentieren, wie gut das Sekret von der Wundauflage aufgenommen wurde. Dickflüssiges Exsudat auf dem Wundbett ist ein Hinweis darauf, dass die Porengröße, Aufnahmekapazität und die Beschichtung der Wundauflage für die entsprechende Wundsituation nicht geeignet ist.

Bei der Vielfalt von Wunden und Wundzuständen kommt es auf das richtige Produktprogramm an: Neben den klassischen Wundauflagen wie Mull- und Vliesstoffkompressen sowie Saug- und Salbenkompressen sind auch hydroaktive Systeme wie Wundkissen mit Superabsorber, Calciumalginat-Kompressen, Schaumstoffkompressen, Hydrokolloid- und Hydrogelverbände (z.B. Hydrosorb®) notwendig. Letztere haben einen hohen Wasseranteil, der für ein ausgewogen feuchtes Wundmilieu sorgt. Das wiederum fördert die Granulation und Epithelisierung.

Fazit: Ein gezielter Blick auf die gebrauchte Wundauflage und das richtige Produktprogramm unterstützen die Wundbehandlung erfolgreich.